Der SPD-Ortsverein startete gemeinsam mit Ihrer
Oberbürgermeisterkandidatin Rita Ortler die traditionellen Wahlversammlungen im
Jugend- und Familiengästehaus in der Kernstadt und viele Gäste waren der
Einladung gefolgt.

Jürgen Greiner eröffnete mit einem zeitlichen Abriss dieser
Kommunalwahl und zeigte sich erfreut eine „kompetente, geschätzte, erfahrene
und willensstarke OB-Kandidatin mit Rita Ortler“ gefunden zu haben. Geleitet
von Luise Müller stellte sich dann die Riege der Kandidat*innen mit ihren
Themen und Schwerpunkten vor. Der Mittelpunkt der Veranstaltung war allerdings
die Rede von Rita Ortler. Nicht reißerisch, sondern fachlich fundiert ging sie
ihre Ideen und Wünsche durch. „Ich könnte Ihnen viel in Wahlkampfzeiten
versprechen, aber das ist nicht mein Ding! Deshalb stelle ich lieber meine
Ideen vor!“ Und das waren einige. Ein Kernthema war der dringend benötigte
Wohnraum – wird in den nächsten Jahren doch die Einwohnerzahl noch um 2000
steigen. „Wir brauchen nicht nur hochpreisige Wohnungen mit hohen Mieten oder
Baukosten, sondern für jeden Geldbeutel bezahlbare.“ Dies kann nach Ansicht
Ortlers mit unterschiedlichen Projekten erfolgen: Wenn Bebauungspläne neu
aufgestellt werden sollen kompakte, effizienter und flächenschonende Baustile
und -formen möglich sein. Wird weniger Grund benötigt kostet der Wohnraum auch
weniger und die Umwelt wird gleichzeitig geschont. Unterstützung für
Sanierungen und Reaktivierung von Leerständen kann nicht nur nach einer
Ausweisung eines Sanierungsgebietes erfolgen, sondern auch durch städtische
Förderprogramme, wie z. B. „Jung kauft Alt“ bei dem junge Familien in den
Genuss von Beratung und Förderungen beim Kauf eines Altbaus kommen. Außerdem
ist die Nachverdichtung in der Kernstadt hilfreich und das geplante
Eger-Viertel eine städtebauliche Chance und ein Pilotprojekt für Nördlingen.
Und weiter muss bezahlbarer Wohnraum über den „geförderten Wohnungsbau“ von
Stadt selber, seiner Wohnbaugesellschaft, der Baugenossenschaft und anderen
gemeinnützigen Baugesellschaften vorangetrieben werden. Dazu gehört auch die
Bereitschaft der Stadt Baugrund zu angemessenen Preisen zur Verfügung zu
stellen. Und ein weiterer Punkt ist die Beratung von Betrieben und
Unterstützung beim Bau von Betriebswohnungen.

Auch Landratskandidat Peter Moll war zu Gast und mit „Ich
probiere es nochmals, das letzte Mal war es sehr knapp“ kündigte er einen
engagierten Wahlkampf mit den Themen u. a. ÖPNV für den ganzen Landkreis und
transparentes Landratsamt an.